02_Lebensader.jpg

Löwinnen Manifest

Der Löwe stirbt, er ist weder tot noch lebendig. In ihrer partizipativen Performance «Löwinnen Manifest» nimmt Brigitt Bürgi (Hitzkirch) Stellung zu diesem Denkmal und sucht nach Antworten auf die entscheidenden Fragen: «Wofür sterben?» – «Wofür leben?» Selbstaufgabe und Heldentum oder Bekenntnis zur produktiven Teilnahme am Lebensprozess?

Luzerner Zeitung 2.9.2019

Löwendenkmal 21, Luzern

Sinnig. Performance beim Löwendenkmal. (Bild: Boris Bürgisser, Luzern, 31. August 2019)

Sinnig. Performance beim Löwendenkmal. (Bild: Boris Bürgisser, Luzern, 31. August 2019)

Ein Hoch auf den Löwenmut der Frauen. Künstlerin Brigitt Bürgi lockt mit ihrer partizipativen Performance beim Löwendenkmal – unter dem schönen Titel: «Löwinnen Manifest» – Frauen wie Männer, Kinder wie Erwachsene, Touristen wie Luzerner an, mitzumachen beim Sprayen. Gesprayt wird mit weisser oder schwarzer Farbe, je nachdem, ob man «What to live for» oder «What to die for» denken will. Die Sätze zieren eine rote Stoffbahn zu Füssen des Löwen. «Eine Lebensader», findet Brigitt Bürgi. «Jeder nimmt seine Antwort im Kopf mit heim. Die Frage zu sprayen, ist der Akt.» «What to live for» wird öfter gesprayt – aber auch das Nachdenken darüber, was so kostbar sein könnte, sein Leben dafür zu opfern, hat ja letztlich was Lebensbejahendes.

«Heute ist der Tag der Löwinnen. Und die Löwin fragt: ‹What to live for.›» (Brigitt Bürgi, Künstlerin)