Project Description

Maria, Ma, Grosse Göttin

RÜCKMELDUNG AUF MEIN WERK VON U.S.
Dein Bild ist eine Wucht und ein Hingucker, natürlich durch die schiere Grösse und die kräftige Farbigkeit. Die Figur ist zwar klar zu erkennen, aber mit dem dunklen Kopf auch irritierend.
Der Hintergrund suggeriert Tiefe, erinnert irgendwie auch an Batik. Die starke Präsenz des Bildes ist nicht aufdringlich, sie erscheint austariert, bewahrt ihr Geheimnis. Ich muss mich allerdings dieser Intensität der Farben aussetzen.
Ist auf dem Kleid eine Rückenfigur zu sehen, quasi als Gegenüber der «Göttin», sehen mich gar Augen an? Ist die Darstellung auf Dauer auszuhalten, oder gehört sie in eine Kultstätte, die nur temporär aufgesucht wird?
Ich widerspreche mir selbst und schaffe mir verschiedene Zugänge. Für mich spricht dies für das Bild und macht es reich.

SANTA MARIA
17. Mai – 6. Juni 2026
siehe Webseite REDAKTION:https://www.redaktion.xyz/11325814/projekte
Maria ist ein Ausstellungsprojekt, das die von Themen Heimat, Grenze und Aufbruch miteinander verknüpft. In Sta. Maria im Val Müstair beispielsweise begegnen sich alpine Stille, klösterliche Tradition und die Erfahrung von Grenze. Gleichzeitig öffnet der Name „Santa Maria” den Blick auf den Horizont und die Idee der Expedition: Die Fregatte, die einst in unbekannte Welten aufbrach, trug einen vertrauten Namen und verband Hoffnung, Neugier und Gewalt. Welche Bilder des Aufbruchs prägen uns bis heute und wie klingt ein Horizont, der immer auch eine Projektion ist? Maria selbst steht als Ikone für Reinheit, Trost und Fürsprache, aber sie ist auch eine Projektionsfläche patriarchaler Ideale. In Bildern, Körpern und Ritualen zeigt sich ein Spannungsfeld zwischen Verehrung und Instrumentalisierung. Diese Ambivalenz setzt sich bis in die Gegenwart fort: „Santa Maria” begegnet uns auf Verpackungen, Hotelschildern oder in Popsongs. Der Name wird zum Versprechen von Paradies, Reinheit und Abenteuer und macht zugleich die Mechanismen von Konsum und Vereinnahmung sichtbar.

MITWIRKENDE
a & a, Simon Kindle und Loris Ciresa / Matthias Aeberli / Maria Arnold / Fritz Balthaus / Dagmar Baumann und Janos Urai / Graziella Berger / Irene Bisang / Jeremias Bucher / Rachel Bühlmann / Brigitt Bürgi / Zoë Florence Dowlen / Romuald Etter / Lotta Gadola / Gian Michelle Grob / Barbara Hennig Marques / Jolanda Huber / San Keller / Birgit Kempker / Hans-Peter Kistler / Tim Krohn / Katharina Lanfranconi / Eve Lene / Guy Markowitsch / Flavio Micheli / Charles Moser / Aldo Mozzini / Anna Müller / Sadhyo Niederberger / Parvez / Sonja Pfäffli / Monica Pura & Heyer Thurnheer / Verena Renggli / Peter Roesch / Hans Schärer / Claude Seeberger / Alex Silber / Henri Spaeti / Nathalie Specker / Irma Stadelmann / Pat Treyer / Markus Uhr / Sebastian Utzni / Timo Vogel / Ana Vuijc / Andreas Weber / Attila Wittmer / Mahtola Wittmer / Stephan Wittmer / Eva Zwimpfer /

Maria, Ma, Grosse Göttin, fotografisches Bild, 2026
C-Print, 98 x 72cm
Auf Alu aufgezogen
Edition von 3

Bild unten: Ausstellungsaufnahme REDAKTION

Ausstellungsbild REDAKTION